cfg:ok Freudenberg Online – Logo, Radwege, Parkhaus: Die wichtigsten Beschlüsse des Stadtrates

Logo, Radwege, Parkhaus: Die wichtigsten Beschlüsse des Stadtrates

Logo, Radwege, Parkhaus: Die wichtigsten Beschlüsse des Stadtrates

"Dramatisch gefährlich" oder nicht - Die Fahrradweg-Markierung entlang der Bahnhofstraße wird erst nach dem Glasfaserausbau erneuert.

Freudenberg. In der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause hatten die Stadtverordneten am Donnerstagabend eine umfangreiche Tagesordnung abzuarbeiten. Es ging um große und kleine Bauprojekte, Radwege, Parkhäuser, Schulen und ein Logo für die Stadt Freudenberg. Nachfolgend die wichtigsten Entscheidungen im Überblick: 

Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen hatten die Radwege-Markierung zwischen Kreisel am Silberstern entlang der Bahnhof- und der Olper Straße bis hin zum Schulzentrum bemängelt und beantragt, die Markierung zu erneuern. Die Verwaltung hat die Erneuerung aber zurückgestellt, bis die Glasfaserarbeiten abgeschlossen sind. Die Grünen gaben sich mit der Antwort nicht zufrieden, sprachen in der Sitzung sogar von einer "dramatischen Gefahrenlage". Eine Mehrheit fanden sie für ihr Anliegen allerdings nicht. 

Der Grünen-Antrag, sämtliche investive Baumaßnahmen zu stoppen und einer neuen Bewertung zu unterziehen, wurde ohne Gegenstimmen in den zuständigen Haupt- und Finanzausschuss verwiesen. Bürgermeisterin Nicole Reschke stellte klar, dass es eine Priorisierungsliste gebe und sämtliche Projekte immer mit Rats- oder Fachausschussbeschluss abgearbeitet würden. "Wie schlimm muss es noch werden?" fragte Mert Vuraldi von den Grünen mit Hinblick auf die hohen Ausgaben bei immer schwieriger werdenden Kassenlage plakativ. Gleichzeit machte er deutlich, dass die Grünen nichts blockieren, sondern lediglich neu bewerten und abwägen wollen. 

Die Anfrage der SPD nach den laufenden energiepolitischen Projekten wie der geplanten Energiegenossenschaft, die Flächen-Photovoltaikanlage in Heisberg und PV-Anlagen auf städtischen Dächern wurde in den Stadtentwicklungsausschuss verwiesen. 

Die SPD-Fraktion beantragte die mögliche durchgehende Öffnung des HIT-Parkhauses auf die Tagesordnung. "Wir sind den Menschen und den Gewerbetreibenden etwas schuldig, gerade im Hinblick auf den autofreien Alten Flecken", untermauerte SPD-Fraktionssprecher Henrik Irle die Wichtigkeit des Antrags. Auch die CDU begrüßte den Antrag, und hätte gerne direkt einen Beschluss gefasst. Da aber hier diverse Vorgespräche zu führen sind, wurde der Antrag in den Bau- und Verkehrsausschuss verwiesen. 

Ebenfalls auf Antrag der Sozialdemokraten wird das Angebot an Spielgeräten für Kinder unter drei Jahren auf den Freudenberger Spielplätzen analysiert. Es herrscht fraktionsübergreifende Zustimmen; dennoch wird der Antrag zunächst im Fachausschuss diskutiert. 

Für Diskussionsstoff sorgten die beiden ähnlichen Anträge der Grünen- und der CDU-Fraktion, die Stelle des 2. Beigeordneten und Stadtbaurates schnellstmöglich neu zu besetzen. "Die Vakanz ist leider schon mit Schaden behaftet", so Grünen-Fraktionssprecher Erik Stinner. "Wir waren froh, die Stelle Ende 2025 wieder neu besetzt zu haben", so Klaus Heun (CDU). Beide waren bereit, den Antrag zunächst im Ausschuss zu diskutieren und eine neue Ausschreibung zu formulieren. Beigeordneter und Stadtkämmerer Julian Lütz merkte an, dass die Verwaltungsleitung schon vor zwei Jahren empfohlen habe, einen externen Berater bei der Stellenbesetzung hinzuzuziehen - was damals aber vom Rat abgelehnt worden sei. Einstimmig wurde der Antrag an den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen. Zuvor sollen die Fraktionsspitzen mit der Verwaltung die neue Ausschreibung erarbeiten. 

Gegen die Stimmen der Grünen fasste der Stadtrat den Beschluss, ein einheitliches Logo und Corporate Design für Freudenberg zu entwickeln. "Das ist wichtig, um die Stadt Freudenberg in all ihren Facetten sichtbar und wiedererkennbar zu machen", erläuterte Bürgermeisterin Nicole Reschke. In Bereichen wie Tourismus, Wirtschaft, Fachkräftesicherung oder im Stadtmarketing gebe es hier dringenden Handlungsbedarf. CDU und SPD begrüßten den Vorschlag, auch wenn der Prozess eine Herausforderung werden dürfte. "Der politische Austausch wird ganz schlimm", so Henrik Irle (SPD) augenzwinkernd, der die veranschlagten 20.000 Euro aber sehr gut investiert sah. Die Grünen sahen dies anders, hätten die Summe "lieber in die Radwegemarkierung investiert".

Die geplante Kooperation der Esther-Bejarano-Gesamtschule und der Gesamtschule Wenden wurde ausdrücklich begrüßt. Gleichzeitig wurde die Verwaltung beauftragt, die Schülerbeförderung vom Schulzentrum Büschergrund nach Wenden und zurück zu organisieren. Nicht unerwähnt lassen wollten die Stadtverordneten, dass es das Ziel sein müsse, langfristig wieder eigenständig das Abitur in Freudenberg anbieten zu können. Die Schulleitung soll künftig regelmäßig über die Entwicklung der Schülerzahlen berichten. 

Die Parksituation im Gambachtal wird sich wohl demnächst verschlechtern, wenn die Tiefgarage des Wohnkomplexes am Gambachsweiher saniert wird. Den Anwohnern wurde ausdrücklich nicht empfohlen, die Freibad-Parkplätze zu nutzen. Derzeit wird aber geprüft, die Sanierung "in Etappen" durchzuführen, um die Parkplatzproblematik zu entschärfen.

Keine Informationen liegen der Verwaltung derzeit in Bezug auf die Wiederaktivierung des NATO-Tanklagers am Löffelberg vor. Bürgermeisterin Nicole Reschke bestätigte auf Anfrage von Giesela Glanz (CDU), dass noch rund 20 Hektar im Bundesbesitz seien und dass geprüft werde, wie diese und andere Flächen genutzt werden können. Darüber hinaus gehende Infos habe man aber im Rathaus nicht.

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