Juli Nickmann nimmt Besucher mit auf „emotionale Reisen“

Juli Nickmann nimmt Besucher mit auf „emotionale Reisen“

Juli Nickmann lädt ein zu einer "emotionalen Reise" ins 4Fachwerk-Museum. Bis zum 19. April sind ihre Arbeiten dort zu sehen.

Freudenberg. Juli Nickmann präsentierte sich bei der Eröffnung ihrer Ausstellung im 4Fachwerk-Museum am Freitag als vielseitige Künstlerin: Sie zeigt anspruchsvolle grafische Arbeiten als Malerin und begeistert zugleich als Gitarristin und Sängerin das Publikum mit musikalischen Highlights.

Ihr Lied „Halleluja" leitete die Gäste zur „emotionalen Reise", wie sie ihre Ausstellung nennt, und öffnete die Türen zu einer Welt intuitiver Malerei.

Sie beschreibt ihren kreativen Prozess als von Bauchgefühl und Inspiration bestimmt. „Wenn wir es schaffen, ganz loszulassen, den inneren Kritiker zum Schweigen bringen und uns ohne Angst oder Vorbehalt dem Entstehungsprozess hingeben, können wir in tiefer Meditation und Verbundenheit mit uns selbst Großartiges erschaffen", erklärt sie.

Zu Beginn stellte Dieter Siebel, eine prägende Persönlichkeit des Freudenberger Kulturlebens, die 1988 geborene und heute in Hohenhain lebende Künstlerin vor: Nach einer Ausbildung im Süden Deutschlands und beruflichen Stationen in München kehrte sie mit ihrer Familie ins Siegerland zurück. Schon seit ihrer Kindheit ist Kunst fester Bestandteil ihres Lebens – Zeichnen war eine ihrer Leidenschaften. Sie belegte den Leistungskurs Kunst vor dem Abitur und entwickelte sich autodidaktisch stetig weiter. „Unsere Julia hat ein großes Talent, Menschengesichter intuitiv entstehen zu lassen, die tiefe Gefühle auslösen", lobt Siebel. Er betont, wie sehr sie ihm ans Herz gewachsen sei und bewundert ihren Einfluss auf die lokale Kunstszene.

4Fachwerk-Vorsitzender Klaus Siebel-Späth freute sich, dass mit Juli Nickmann eine Künstlerin aus den eigenen Reihen ihre Bilder im Alten Flecken vorstellt. Er dankte Ulrike David, die das Kunstforum verantwortet, für die Vielfalt im Ausstellungsprogramm. Nach sehr feinsinnigen Aquarellarbeiten erwarten die Gäste nun großformatige Werke, hauptsächlich in Acrylfarben erstellt, oft mit verschiedenen Mixed-Media Elementen ergänzt.

Mit ihrer Reihe „Emotionale Reisen" demonstriert Juli Nickmann eindrucksvoll, wie sie unterschiedliche Stilrichtungen beherrscht und ihre Kreativität entfaltet. Insbesondere menschliche Facetten faszinieren sie, da sie vielfältige Gefühle transportieren. Ihr Anliegen ist es, Betrachtern Raum zum Nachdenken und genauen Hinsehen zu geben. „Ich bin selbst oft überrascht, was am Ende auf der Leinwand entsteht – das weiß ich vorher nie." Ihre Werke lassen die Besucher tief eintauchen, regen zum Reflektieren an und laden dazu ein, eigene Gedanken auszubilden.

Die Ausstellung läuft bis zum 19. April. Das Museum ist mittwochs, samstags und sonntags jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen außerhalb dieser Zeiten sind nach Vereinbarung möglich.

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