Freudenberg. Die Finanzplanung für das kommende Jahr ist abgeschlossen. Bürgermeisterin und Stadtkämmerer legen erneut sehr frühzeitig Haushaltsentwurf für das kommende Jahr vor Freudenbergs Bürgermeisterin Nicole Reschke und Julian Lütz, I. Beigeordneter und Stadtkämmerer, haben den Haushaltsplanentwurf 2020 eingebracht und ihre Schwerpunkte vorgestellt. „In dem Zahlenwerk spielen insbesondere die Digitalisierung und der Lebensraum Schule sowie die Stärkung der Feuerwehr eine bedeutende Rolle.

Zudem nimmt die Entwicklung der Ortschaften, die Sanierung des Kurparks und Investitionen ins Freibad einen großen Raum ein“, erklärte Bürgermeisterin Nicole Reschke.

Der Haushalt wird von den politischen Gremien bis Anfang Dezember beraten, um mit einem frühzeitigen Beschluss handlungsfähig ins nächste Jahr zu starten. „Auch 2020 kann Freu-denberg von der wirtschaftlichen Lage profitieren. Allerdings wird die erhoffte Entlastung durch den Wegfall der Finanzierungsbeteiligung zum Fonds Deutsche Einheit leider durch die beabsichtigte Erhöhung der allgemeinen und differenzierten Kreisumlage aufgezehrt. Zudem ist zum Nachteil der Kommunen noch nicht geklärt, inwiefern auch im Jahr 2020 eine Weiterleitung der Integrationspauschale erfolgt“, sagte der I. Beigeordnete und Stadtkämmerer Julian Lütz.

Im Ergebnishaushalt stehen Erträgen in Höhe von 37.223.290 Euro Aufwendungen in Höhe von 39.000.120 Euro entgegen. Der Jahresfehlbetrag von 1.776.830 Euro wird gedeckt aus der mit knapp 10 Millionen Euro gefüllten Ausgleichsrücklage, so dass der fiktive Haushaltsausgleich dargestellt werden kann. Investiert werden im kommenden Jahr rd. 3,55 Millionen Euro und damit nochmals über 100.000 Euro mehr als im Vorjahr 2019.

„Obwohl wir im laufenden Jahr bisher erneut ohne die Aufnahme von Kassenkrediten aus-kommen und in den vergangenen drei Jahren die Verbindlichkeiten aus Krediten um rund 500.000 Euro senken konnten, bedarf es für die weitere Konsolidierung eigener Haushaltsdisziplin. Das wird allerdings nur dann Erfolg haben, wenn die Kommunen eine adäquate und verlässliche Finanzausstattung von Bund und Land erhalten“ erläuterte der I. Beigeordnete und Stadtkämmerer Julian Lütz. Des Weiteren führte der Stadtkämmerer aus: „Durch die frühzeitige Planaufstellung und Verabschiedung des Haushaltes im alten Jahr konnten wir Anfang diesen Jahres gute Ausschreibungsergebnisse erzielen. Das wollen wir gerne im nächsten Jahr – insbesondere im Hinblick auf die aktuelle Baupreisentwicklung – wiederholen.“

Mit dem Entwurf werden die strategischen Ziele im Leitbild konsequent verfolgt und die Maßnahmen umgesetzt, die die Lebensqualität vor Ort steigern. In den Schulen werden die Voraussetzungen geschaffen für das Lehren und Lernen mit neuen Medien, die Investitionen der kommenden Jahre liegen im mittleren sechsstelligen Bereich. Um für diesen Zweck Fördermittel abrufen zu können, stellt die Stadt Freudenberg in 2020 einen Eigenanteil von 55.000 Euro bereit. Im Schulzentrum laufen die Sanierungsarbeiten weiter, als nächstes stehen die Toilettenanlagen im Kellerbereich von Mensa und Aula auf dem Programm, die Gebäudetechnik sowie die Gestaltung der naturwissenschaftlichen Räume. „Einen weiteren Schwerpunkt bildet erneut die Ausstattung der Feuerwehr, um optimale Voraussetzungen für die Kameradinnen und Kameraden zu schaffen“, so Nicole Reschke. Der Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses steht ebenso in der Umsetzung wie die Anschaffung eines Gerätewagens, zusätzliche Ausstattungen für Fahrzeuge sowie ein deutlich erhöhter Ansatz (+ 25.000 Euro) für die Würdigung der ehrenamtlichen Tätigkeit – insgesamt werden rund 2,5 Millionen Euro für den Feuer- und Katastrophenschutz in 2020 verausgabt. Über das Dorfer-neuerungsprogramm werden weitere Entwicklungen in den Ortschaften vorangetrieben, die Sanierung des Kurparks steht an, außerdem sind für die Sanierungen im Freibad 350.000 Euro eingestellt. Der Tourismus ist ein wichtiger Teil des Leitbildes der Stadt Freudenberg. So haben Bürgermeisterin und Stadtkämmerer 60.000 Euro vorgesehen, um ein Wegeleitsystem Wandern zu installieren und in unmittelbarer Nähe zum KulTourBackes ein Wanderinfoportal einzurichten. 300.000 Euro sollen zur Verfügung gestellt werden, um den Stichweg und den Parkplatz neben dem neuen fünfgruppigen Kindergarten an der Hermann-Vomhof-Straße anzulegen. Weitere 100.000 Euro sind aufgeführt, um die Entwicklung und Verkehrsplanung in potenziellen Neubaugebieten durchzuführen. „Wir wollen Wohnraum schaffen und legen da-für die Grundlagen“, betonte die Bürgermeisterin.

Auch die Maßnahmen für den Klimaschutz wie Mobilität, Vorsorge Starkregenereignisse, Klimaschutzmanager, Teilnahme der Firmen an dem Projekt Ökoprofit, Anlage von Blühstreifen oder Vergabe des Klimaschutzpreises sind finanziell hinterlegt.

Die Digitalisierung ist als Querschnittsthema zu sehen und findet sich nicht nur im Bereich der Schulen wieder. Als nächste konkrete Maßnahme wird ein neues Serviceportal mit vielen Online-Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger umgesetzt. Zudem finden sich Projekte für die Regionale 2025 aus den Bereichen Kultur/Tourismus, Medizin und Bildung in der Planung sowie interkommunale Ideen aus der gemeinsamen kreisweiten Initiative Digitalisierung.

„Insgesamt legt die Verwaltungsspitze großen Wert darauf, dass die Entwicklung im Sinne der fraktionsübergreifenden strategischen Ziele weitergeführt wird, Fördergelder, wo sinnvoll und möglich, generiert werden und Haushaltsdisziplin gewahrt wird, so dass keine Steuererhöhungen notwendig werden und die Belastung der Bürgerinnen und Bürger nicht steigt“, sagte Bürgermeisterin Nicole Reschke.

Foto: Stadt

 


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