Freudenberg. Es ist zwar erst 125 Jahre her und dennoch war es schon im vergangenen Jahrtausend,  als der Turnverein Freudenberg gegründet wurde. Spaziergänger beobachteten kopfschüttelnd und verunsichert im Jahr 1811 die neue Attraktion: Turnende Burschen und Herren – unziemlich bekleidet und in aller Öffentlichkeit! Sie ringen, sie laufen, sie turnen am Barren, am Seil, an der Kletterstange und am Reck vor den Augen der erstaunten Besucher der „Hasenheide“, dem ehemaligen Gelände für kurfürstliche Hasenjagden vor den Toren Berlins….

Dies war nicht die Erfindung des Turnens; Sport getrieben wurde zu allen Zeiten. Wohl aber war es die Eröffnung des ersten öffentlichen Turnplatzes und der Auftakt einer Bewegung, die den Sport für jedermann populär machte. Damit ist bis heute der Name Friederich Ludwig Jahns als „Turnvater“ verbunden. „Er versammelte dort an schulfreien Nachmittagen Schüler aus den Gymnasien Berlins zur körperlichen Ertüchtigung, später auch Männer aus überwiegend bürgerlichen Kreisen. Das Besondere war, dass erstmals im Freien in aller Öffentlichkeit und für jedermann zugänglich Leibesübungen ermöglicht wurden. Zur Finanzierung der Geräte wurden freiwillige Beiträge erhoben, minderbemittelte Turner konnten auf Kosten anderer beitragsfrei turnen.

Bei der Turnkleidung wurde auf einheitliche, kostengünstige Leinentracht geachtet. Die Ansprache auf dem Turnplatz erfolgte mit dem brüderlichen „Du“. So erinnerte der deutsche Turnerbund an die Geburtsstunde deren Turnbewegung.

Damals wie heute wird das Grundprinzip der Vielseitigkeit und der sozialen Verantwortung großgeschrieben und dies gilt auch dem seit nunmehr 125 Jahren aktiven TV Freudenberg.

Was im Mai 1894 mit 47 Turnern in einem Holzschuppen als erster Übungsstätte auf dem Freudenberger Schlossberg begann, hat sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem über 1000 Mitglieder starken Verein mit einem breit gefächerten Angebot entwickelt und wurde so zu einer unverzichtbaren Größe im Sport- und Sozialleben für die Bürger Freudenbergs und seiner Ortsteile.

Mit viel Engagement wurden immer wieder bauliche Maßnahmen ermöglicht, um neuen sportlichen Möglichkeiten Rechnung zu tragen. 1923 wurde eine eigene Halle gebaut. Namensgeber waren hier – wie sollte es anders sein – Friedrich Ludwig Jahn und Carl Lagemann, der Sohn des früheren Lehrers Lagemann, der es in den USA zu beträchtlichem Wohlstand gebracht und dem Verein eine enorme Unterstützung gewährt hatte. Bis zuletzt 2013 wurde das Domizil des TV mehrfach erweitert und modernisiert.

In derzeit über 30 Abteilungen können bewegungshungrige Menschen jeden Alters mit Spaß aktiv werden und erleben, wie Breitensport in abwechslungsreichster Form das Leben bereichert. Gesundheits- und Freizeitsport, Kinder- und Jugend- sowie Seniorensport sind hier Kernfelder. Der Nachwuchsarbeit wird dabei besondere Bedeutung geschenkt.

Gleichermaßen engagiert initiieren die Verantwortlichen immer wieder gemeinschaftsfördernde Aktivitäten und Aktionen. Wettkampf- und Sportfestbeteiligungen, gemeinsame Gruppenfahrten, Kooperationen bei Festveranstaltungen anderer Vereine sowie zahlreiche eigene Feste sorgen Jahr für Jahr für einen bestens gefüllten Veranstaltungskalender.

An Nachweisen sportlicher Erfolge mangelt es ebenfalls nicht. Immer wieder glänzen Mannschaften und einzelne Athleten des TV durch herausragende Leistungen. Beispielhaft seien hier der Judoka Jonas Schreiber, aktuelles Mitglied des U21 National-A-Kaders und der Bundesligamannschaft der SUA Witten sowie Kunstturner Nico Ermert, Mitglied der Bundesligamannschaft der SKV mit Finalteilnahme bei den Deutschen Meisterschaften, genannt.

Der Verein mit seiner 125 Jahre langen wie lebendigen Vereinsgeschichte lädt am kommenden Festwochenende vom 6.-8. September zum ausgiebigen Feiern ein.

Programmverlauf:

Freitag, 6. September

19 Uhr Festlicher Kommers in der Jahn Lagemann Halle mit Grußworten, Festrede durch Pastor Thomas Ijewski und einem bunten sportlichen Programm ( u.a. TGW / KGW , Tanz der Gruppe Dancenuance, Judoka und Aufführung durch Turner der SKV)

 Samstag, 7. September

14 bis 17 Uhr: Nachmittag von und für Kinder und Jugendliche: hier können verschiedene Mitmachangebote genutzt werden wie z.B Hüpfburg, Rollrutsche, Jolinchen Sportabzeichen, Aitrackbahn.

Natürlich gibt es zur Stärkung Getränke und Kuchen, Slush Eis und für die Eltern Kaffee.

Ab 20 Uhr Megaparty Abend mit „Hörgerät“

Sonntag, 8. September:

10 Uhr feierlicher Gottesdienst in der Jahn Lagemann Halle

Anschließend Frühschoppen mit den Asdorftalern, Erbsensuppe, Würstchen  vom Grill und weiteren Leckereien.

Karten für die Abendveranstaltungen Freitag und Samstag gibt es bei den Vorverkaufsstellen Getränke Roth und Esso Station in Freudenberg, den Vorstandsmitgliedern und an der Abendkasse.

Foto: Henning Prill / Verein – Festausschuss von links: Karl-Heinz Nitsche, Karl Selenski, Vera Waffenschmidt, Ingo Reppel, Ernst-Gerhard Bettendorf, Kurt Klappert, Sonja Kalke, Rüdiger Debus, Stefan Krämer und Jens Pfeiffer 2. Vorsitzender

 


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