Freudenberg. Der Name Dörner reicht weit in der Chronik von Freudenberg zurück. Der Name Dörner und Gästebewirtung reicht weit ins vergangene Jahrtausend. Einer der bekanntesten Flecker Dörners erblickte am 2. Januar 1939 das Licht der Welt. Das Elternhaus von Peter Dörner steht auch heute noch in der Marktstraße 2 und wird seit einiger gesundheitlicher Probleme in der jüngeren Vergangenheit, nun nicht mehr von ihm bewohnt und bewirtschaftet. Am heutigen Mittwoch, dem 2. Januar, feiert die Flecker "Institution" Peter Dörner seinen 80. Geburtstag mit vielen Freunden, Weggefährten und Familienmitgliedern nochmal an seiner Heimatstätte in der Marktstraße.

Die Wurzel legte schon Großvater Robert Dörner mit dem über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Hotel an der Bahnhofstraße, an der Stelle wurde im Jahr 2010 der neue Verkehrskreisel gebaut. Auf der großen Fassadenfläche stand zu lesen: Brot und Feinbäckerei – Hotel-Restaurant „Zum Bahnhof“. Zu Großvater Robert Dörner´s sieben Kindern zählte auch der Vater von Peter, das war dann der Familien-Zweig Aloisius und Mutter Elisabeth. Aus diesem Spross des Stammbaums erblickten die Söhne Peter, Bernie und Klaus, dass Freudenberger Licht der Welt. Zum Elternhaus wurde für Peter Dörner das Anfang der 50er Jahre von der Mutter Elisabeth eröffnete Privat-Pensions-Haus in der Marktstraße zwei. Hier bewirteten Dörner´s unter anderem Gäste der Stadtwerke Oberhausen, die in der der Fachwerkaltstadt Urlaub machten.

Urlaub war für den umtriebigen Flecker Jahre lang kein wichtiges Ereignis im alljährlichen Kalender, anders wurde dies als Peter von seinem Bruder Klaus und seiner Ehefrau Ingeborg von der Schönheit und Gastfreundlichkeit der ungarischen Stadt Mór überzeugt wurde. Mehrfach ist Peter Dörner nun schon in Freudenbergs Partnerstadt gewesen und hat unter anderem auch mit Ex-Bürgermeister Eckhard Günther die Weintage in Ungarn erleben können.

Nach der Ausbildung zum Konditor in Olpe, und seinem abgeleisteten Bundeswehrdienst kam Peter Dörner zurück in die historische Altstadt und arbeitete ab Anfang der 60er Jahre im elterlichen Betrieb. Die Touristische Attraktivität des Alten Flecken erkannte Peter Dörner schon im vergangen Jahrhundert und machte aus dem ehemaligen Obst- und Gemüseladen Beckmann, danach Radio Schneider, die heutige Kaffeestube in der Marktstraße vier. Als einsamer Ritter kämpfte hier Peter Dörner als Vorreiter gegen die Sanierungsbürokratie und zählt auch heute noch zu den Denkmals-Finanzierungs-Väter des Alten Fleckens. Hier erlebte Peter auch seinen persönlichen schwarzen Finanzierungsfreitag.

Schon fast ein „Muss“, sind die kernigen Antworten von Konditor Peter hinter seiner Kaffeehaus-Theke, auf die Frage nach der Frische seiner Backwaren. Wer dann als nicht Freudenberger Kunde vor dem Tresen steht, und die dann hörbare Tonlage von Peter vernimmt, möchte im nächsten Augenblick im Erdboden versinken, obwohl man auch gern die wohlschmeckenden Leckereinen bestellen möchte. Wer einmal nach der Frische der Torten gefragt hat, macht das nie wieder, oder man ist Freund des Hauses und möchte sich mit dieser provokativen Frage und einem Augenzwinkern, nach dem Befinden von Peter erkundigen. Der Grad der Gesundheit richtet sich dann nach der jugendfreien Wortwahl zum Thema „Frisch“.

Das Flecker Original war in seinem Cafe-Restaurant der Mann für alle Fälle. Chef Peter bedient hinter der Kuchentheke, serviert den frisch gebrühten Kaffee, ist in der nächsten Minute in der Küche und schält die Kartoffeln, um danach das Gemüse zu putzen.

Zu den bekanntesten Kunden im Cafe Dörner zählt einer der bedeutendste Politiker Deutschlands: Altbundeskanzler Helmut Schmidt. Wenn mehrere Polizisten eine weiße Limousine mit Hamburger Kennzeichen vor dem Cafe Dörner beobachten, dann serviert Peter Dörner wieder Kanzler-Kaffee in der Marktstraße der historischen Altstadt.

Das erste Mal in seinem doch sehr langen Arbeitsleben zählt Konditor Peter an seinem Ehrentag nicht mehr zu dem umtriebigen, stets hinter seiner Kuchentheke wieselnden Werktätigen. Die fehlende Gesundheit zwingt ihn zum Ruheständler, weshalb er sich diesmal auf seine Kinder Irene und Roderich verlassen musste, die ihm einen unvergesslichen Geburtstag in seinem Elternhaus und seinem ehemaligen Kaffeehaus bereitet haben. Neben einigen Wortbeiträgen reihte sich auch der „Flecker Orgelmann“ (Friedhelm Geldsetzer) in die Gästeschar mit eigenem Vortrag ein. Einige Urflecker kannten noch das Lied von „Gold und Silber“ und konnten mit ihrem Gesang den Orgelmann wohlklingend unterstützen.

Eine große Zahl von Gratulanten hatte sich eingefunden um dem „Dörners Peter“ nochmal persönlich alles Gute für Zukunft zu wünschen.

Fotos: Henning Prill  -  Peter Dörner im Rollstuhl mit Tochter Irene und Sohn Roderich

 

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