Freudenberg. Im Technikmuseum Freudenberg gestalten Frauen mit Migrationsgeschichte derzeit gemeinsam Marionetten und entwickeln dazu eigene Geschichten. Das Projekt „ARISTA: Unsichtbar waren gestern“ wird vom KUNA e. V. in Kooperation mit dem Technikmuseum durchgeführt. Aus den einzelnen Erzählungen soll ein Theaterstück entstehen, das sich mit den Themen Diskriminierung, Inklusion und persönlicher Stärke auseinandersetzt.
Es wird im Rahmen der Richtlinie zur Förderung des zivilgesellschaftlichen Engagements von Organisationen von Menschen mit Einwanderungsgeschichte durch das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.
Begleitet wird das Projekt von Natalia Neumann, der Leiterin von KUNA e. V. und Mitglied des Vorstands des Technikmuseums Freudenberg, von Gudrun Denkner, einer Künstlerin und ehrenamtlichen Leiterin kreativer Workshops an der Olper Straße, sowie von Dr. Alexandra Pozniak, Pädagogin und Projektmanagerin bei KUNA e. V.
Ziel des Projekts ist es, den Teilnehmerinnen einen kreativen Raum zu bieten, in dem sie Erfahrungen verarbeiten, neue Stärken entdecken und miteinander ins Gespräch kommen können. Dabei steht nicht das Thema Diskriminierung im Mittelpunkt, sondern die Stärkung der eigenen inneren Kraft. Die Marionetten dienen als Sprachrohr für Themen, über die oft nur schwer gesprochen werden kann. Mithilfe von Kunst und Theater finden die Frauen einen Weg, ihre Gedanken, Gefühle und Erlebnisse auszudrücken.
Im Rahmen des Projekts setzen sich die Teilnehmerinnen zudem mit inspirierenden Frauenpersönlichkeiten auseinander. Neben der mexikanischen Malerin Frida Kahlo und der deutschen Künstlerin Paula Modersohn-Becker stand auch die französisch-schweizerische Künstlerin Niki de Saint Phalle im Fokus. Ihre berühmten „Nanas” dienten dabei als Ausgangspunkt für Gespräche und kreative Übungen zu den Themen Selbstbewusstsein, Identität und Selbstwertgefühl.
Die entstandenen Marionetten und Geschichten sollen bei einer öffentlichen Abschlussveranstaltung im September präsentiert werden. Dann kommen die Figuren selbst zu Wort und setzen ein deutliches Zeichen für Vielfalt, Mut, gesellschaftlichen Zusammenhalt und gelebte Teilhabe.


