Diakonie investiert 3 Millionen Euro in neue Narkosegeräte

Diakonie investiert 3 Millionen Euro in neue Narkosegeräte

In den Operationssälen des Diakonie Klinikums in Siegen und Freudenberg gibt es 31 neue Narkosegeräte, ausgestattet mit modernster Technik. Dr. Reiner Giebler, Chefarzt der Anästhesie-, Intensiv- und Notfallmedizin, und sein Team haben stets ein wachsames Auge auf die Patienten und ihre Vitalfunktionen.

Freudenberg/Siegen. Noch mehr Sicherheit im OP und am Patientenbett und gleichzeitig die Umwelt schonen – Das Diakonie Klinikum hat seinen Gerätepark für die Standorte Siegen und Freudenberg erneuert. Rund 3 Millionen Euro wurden in 31 neue Narkosegeräte sowie Monitore für 155 Bettenplätze investiert. Die neuen, hochmodernen Narkosegeräte der Firma GE Healthcare sind ein Baustein der digital vernetzten Medizintechnik im Diakonie Klinikum.

Sie ermöglichen standardisierte Arbeitsabläufe und halten das Narkoserisiko außerordentlich gering. Zudem arbeiten sie noch ökologischer und ökonomischer als die Vorgängermodelle. Zum Tragen kommt dies insbesondere durch eine weitere Neuerung, nämlich beim Narkosegas. Narkosegase sind aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung potente Treibhausgase, die bis zu 35 Prozent der Emissionen einer Klinik verursachen. Während bislang in der Regel Desfluran und Lachgas zum Einsatz kamen, setzt das Klinikum nun auf Sevofluran, das eine zwanzigfach geringere CO2-Freisetzung als Desfluran hat. In Kombination mit den neuen Narkosegeräten und Monitoren reduziert sich aber nicht nur der Ausstoß an klimaschädlichem Kohlendioxid in erheblichem Maße, sondern auch der Stromverbrauch – laut einer Kalkulation um circa 60 Prozent gegenüber den bisherigen Geräten. Die Investition trägt somit gleichermaßen dazu bei, die Kosten zu reduzieren und die Umwelt zu entlasten.

Häufig ist es die Narkose, vor der sich Patienten bei einer Operation am meisten ängstigen. Sie haben Sorge, zu früh aufzuwachen, Schmerzen zu spüren oder auch gar nicht mehr aufzuwachen. „Vor einer Narkose muss sich heutzutage niemand fürchten“, beruhigt Privatdozent Dr. Reiner Giebler, Chefarzt der Anästhesie-, Intensiv- und Notfallmedizin am Diakonie Klinikum Jung-Stilling. „Medizinisches Wissen und Technik haben in den vergangenen Jahren extreme Fortschritte gemacht. Unser medizinisches Personal ist gut geschult und arbeitet mit modernen Anästhesiegeräten.“ In der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin werden im Jahr etwa 10 000 Narkosen durchgeführt. Die Mitarbeiter der Abteilung sind eine der wichtigsten Schnittstellen zwischen den medizinischen Bereichen.

Die 31 Anästhesiegeräte für rund 1 Million Euro kommen in allen OP-Sälen sowie in den Einleitungs- und Aufwachräumen in Siegen und Freudenberg zum Einsatz. Ein Vorteil der neuen Geräte ist die automatisierte Abgabe von Narkosegas während einer Operation. Die gewünschte Narkosegaskonzentration wird vom Anästhesisten einmal eingestellt und vom Gerät automatisch und sicher geregelt, sodass sie konstant bleibt. „Auf diese Weise hat der Anästhesist die Sicherheit, dass der Level gleichbleibt und der Patient nicht intraoperativ aufwacht. Das schafft Kapazitäten, um sich um andere Dinge, die den Patienten betreffen, zu kümmern“, erklärt Dr. Giebler.

Auch auf den Intensivstationen und überall dort, wo Patienten überwacht werden müssen, gibt es im Diakonie Klinikum neueste Technik. Für 155 Bettplätze an den Standorten Siegen und Freudenberg wurden moderne Überwachungsmonitore der Firma GE Healthcare angeschafft. Die Bildschirme über den Patientenbetten spielen im Klinikalltag eine zentrale Rolle, denn sie liefern Echtzeit-Einblicke in die Vitalfunktionen und den Gesamtzustand der Patienten. Zum Hauptmonitor gehört jeweils auch ein kleiner tragbarer Bildschirm, der mit dem Patienten mitgeführt werden kann. Die transportablen Monitore erlauben eine lückenlose und ununterbrochene Überwachung der Patienten – von der Zentralen Notaufnahme über den OP-Saal und den Aufwachraum bis hin zur Intensivstation. Das erhöht nicht nur die Patientensicherheit, sondern vereinfacht zahlreiche Arbeitsabläufe. Denn Funktionen wie Herzfrequenz, Blutdruck oder Sauerstoffgehalt werden auf diese Weise kontinuierlich kontrolliert und sind überall vom medizinischen Personal ablesbar. Diese Echtzeitdaten ermöglichen es den Ärzten und Pflegekräften, etwaige Schwankungen der Werte umgehend zu erkennen und darauf zu reagieren. So lassen sich fundierte Entscheidungen treffen und schnelle und präzise Eingriffe durchführen.

Die neuen Monitore sind im OP- und Aufwachraum, auf den Intensivstationen, auf den Intermediate Care-Stationen, in der Zentralen Notaufnahme, in der Endoskopie und im Herzkatheterlabor sowie in der Stroke Unit zu finden. Die Bedienung ist intuitiv, die Ansichten flexibel und individuell anpassbar. So hat das medizinische Personal jederzeit einen guten Überblick über den Zustand der Patienten. Mit der Investition verfügt das Diakonie Klinikum nun über weitere Geräte der High-End-Klasse für höchste Patientensicherheit.

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Freudenberg Online berichtet seit 2000 aus der Stadt Freudenberg im Kreis Siegen-Wittgenstein und seinen Ortsteilen.

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