Wilhelmshöhe. Das Siegener Schöffengericht hat gegen vier Männer Anklage erhoben wegen Brandstiftung zum Nachteil gegen die Diskothek „OX“ im Gewerbegebiet Wilhelmshöhe. Die vollzogene Brandstiftung verlief dann nicht so wie geplant denn die beiden Brandstifter gerieten selbst in Brand und verletzten sich. Die Feuerteufel waren Mitglieder-Anwärter in einem Siegener Rockerclub und wurden von zwei Voll-Mitgliedern nach Freudenberg gefahren.

Damit die zwei Männer ihren Auftrag, im Januar 2014 die Diskothek „OX“ anzuzünden, auch durchführen konnten, wurden sie von den anderen zwei Angeklagten, türkische Staatsbürger und Voll-Mitgliedern des Rockerclubs, nach Freudenberg begleitet. In den Gasträumen des Tanzpalastes entstand durch das Feuer ein Sachschaden von mehreren tausend Euro. Zwei Personen, die im OX-Gebäude in einer Wohnung schliefen, wurden durch eine Zeugin alarmiert und konnten sich rechtzeitig und unverletzt ins Freie retten.

Laut Anklageschrift ging es in der Nacht zum 10. Januar mit dem Auto in Richtung Freudenberg. Im Fahrzeug mehrere Molotow-Cocktails und Benzinkanister. Die Rockeranwärter schlichen sich durch ein Waldstück zum Disco-Gelände und versuchten als erstes eine Eingangstür aufzubrechen. Als das nicht gelang, waren sie bei einem Fenster erfolgreicher. Die beiden echten Rocker warteten vor dem Gebäude, als die Anwärter hinein kletterten, sie schütteten Benzin über den Kassen- und Garderobenbereich. Einer warf den mitgeführten Brandsatz, die austretenden Dämpfe fingen Feuer, wovon der heute 33-Jährige Mitangeklagte erfasst wurde. Die Kleidung brannte sofort, er schaffte es nicht schnell genug aus dem Gebäude und schleppte sich ins Freie. Vor der Tür riss sich der Einbrecher die brennenden Kleider vom Leib, und brach schwer verletzt zusammen.

Der Brandverletzte berichtete von der Tatnacht, dass ihn seine „Freunde“ ins Auto geladen hätten und dann nach Hause gefahren haben. Einen Rettungswagen habe man ihm zunächst verweigert, am nächsten Tag hätten ihn Bekannte ins Krankenhaus nach Aachen gebracht, „weil ich am Sterben war“. Clubmitglieder fuhren auch seine Frau in die Klinik, erst als das Paar allein war, habe er von den nächtlichen Aktivitäten erfahren. Die beiden Rockermitglieder verweigern die Aussage. Der Prozess wird fortgesetzt.

Archiv-Foto: Henning Prill

 


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