Freudenberg/Olpe. Nach einem Verkehrsunfall mit einem Lastwagen und mehreren Fahrzeugen kam es am Samstagmorgen auf der A45 zu einer Vollsperrung. Betroffen war die Richtungsfahrbahn Dortmund, zwischen den Anschlussstellen Freudenberg und Kreuz Olpe-Süd. Der Verkehr aus Richtung Siegen wurde zeitweilig ab Freudenberg von der Autobahn abgeleitet.
Da sich der Unfall mitten im Baustellenbereich ereignete, hatten auch die Abschleppfahrzeuge ihre Probleme durchzukommen. Die Feuerwehr-Einheiten aus Alchen, Freudenberg, Büschergrund, Heuslingen und Lindenberg konnten die Einsatzstelle noch erreichen, nachdem sie 6.59 Uhr mit dem Einsatzstichwort ABC 2 zusammen mit Rettungsdienst und Autobahnpolizei auf die A45 gerufen wurden. Auch die Einheit Wenden-Gerlingen war mit auf die Autobahn gerufen worden und kam über die Richtungsfahrbahn Siegen angerollt.
Wie die Autobahnpolizei vor Ort erklärte, war gegen 6.55 Uhr ein 33-jähriger Lkw-Fahrer aus den Niederlanden in Richtung Dortmund unterwegs gewesen. Aufgrund von Asphaltierarbeiten und der Erneuerung der Fahrbahmarkierungen hatten Arbeiter einer Firma für Straßenunterhaltung den rechten Fahrstreifen gesperrt. Planmäßig sollte der Verkehr also über den linken Fahrstreifen, einspurig durch die Baustelle geführt werden. Dies klappte auch weitestgehend. Ein Fahrer eines Lastwagens zog nach links rüber, der dahinterfahrende 33-Jährige erkannte die Situation nach Auskunft der Autobahnpolizei zu spät und prallte auf einen Sicherungsanhänger, der sich hinter dem dort abgestellten Lastwagen der Baufirma befand.
Ein weiteres abgestelltes Fahrzeug wurde ebenfalls getroffen und durch die Wucht des Aufpralls in die Böschung geschleudert. Der Lastwagen des 33-Jährigen kippte mit der Zugmaschine ebenfalls in die Böschung und kam halb auf der Fahrbahn zum Stillstand. Der Fahrer sowie sein Beifahrer wurden zwar bei dem Unfall leicht verletzt, verweigerten aber beim Rettungsdienst während der Untersuchung einen Transport ins Krankenhaus. Die Feuerwehr öffnete bei einem Fahrzeug mit hydraulischem Gerät, da sich dort nach einer unbekannten Flüssigkeit roch. Diese stellte sich am Ende als Farbe, bzw. Verdünnung heraus.
Zu diesem Zeitpunkt war die Fahrbahn Dortmund komplett gesperrt worden. Es bildete sich ein knapp vier Kilometer langer Stau. Als der Verkehr dann wieder einspurig lief um die Abschlepper an die Unfallstelle zu bringen, nutzten mehrere Lkw-Fahrer dies, um mit dem Handy in der Hand während der Fahrt zu filmen.
(Text: Kai Osthoff)