Freudenberg. Zwei Bewohner stehen hilferufend auf dem Balkon im dritten Stock. Im Keller brennt es, das Treppenhaus ist völlig verqualmt, irgendwo werden Handwerker vermisst. Die Feuerwehr rückt an, während Menschen vor dem Eiscafé sitzen oder den Wochenend-Einkauf erledigen. Die Herbstabschlussübung des Löschzugs Freudenberg am Samstag war spektakulär.
Vor der Einsatzübung der Erwachsenen durften zunächst die Kinder am Feuerwehrhaus zeigen, was sie gelernt hatten. Einen Autounfall arbeiteten sie unter den Augen ihrer Eltern, Freunden und Interessierten gewissenhaft ab. Feuerwehr-Chef Rainald Thiemann überreichte im Anschluss die Urkunden für das Feuerwehr-Abzeichen "Flämmchen".
Bei der Jugendfeuerwehr wurde das Szenario bereits komplexer: In einem Stollen hatte sich eine Explosion ereignet und mehrere Arbeiter verletzt. Zudem befanden sich im Bergwerk mehrere Chemikalien-Tanks. Auch hier zeigten sich die Jugendlichen bereits routiniert, versorgten die verletzten Personen und sicherten die auslaufenden Giftstoffe.
Bei der Übung der Erwachsenen wurde ein Brand im Eckhaus zwischen Bahnhofstraße, Zum Kurpark und Färberstraße angenommen. Im Keller des Mehrfamilienhauses war ein Feuer ausgebrochen und hatte das komplette Treppenhaus verraucht. Hier galt es, die Bewohner mit der Drehleiter vom Balkon und vermisste Handwerker im Keller zu retten und dem Sanitätsdienst zu übergeben.

