Büschergrund. Um kurz vor 15 Uhr am Sonntagnachmittag wurde die Löscheinheit Büschergrund der Freiwilligen Feuerwehr Freudenberg zu einem technischen Hilfeleistungseinsatz mit dem Alarmstichwort "Traktor im Wasser / Personen alle raus" zum Büscher Weiher alarmiert. Direkt am Gewässer eingetroffen, fanden die ehrenamtlichen Rettungskräfte zwei glücklicherweise unverletzte, pitschnasse junge Männer vor, die auf die Unglücksstelle hinweisen.
Aus bislang ungeklärter Ursache waren die beiden 16-Jährigen von der schmalen Fahrbahn des Wirtschaftsweges vom Sportplatz Richtung Wendinger Straße genau auf Höhe des Weihers von der Straße abgekommen, haben einiges Strauchwerk durchbrochen und sind eine rund zwei bis drei Meter hohe Böschung in den Weiher gestürzt. Dort kam der ältere Traktor auf die Seite zum liegen. Glücklicherweise ist der Teich an der Unglücksstelle noch so flach, dass sowohl das landwirtschaftliche Fahrzeug noch mit einer Fahrzeughälfte aus dem Wasser ragte, und auch die beiden jungen Männer konnten sich selbstständig aus dem Gewässer befreien und ans trockene Ufer klettern.
Neben der Löscheinheit Büschergrund mit ihrem Hilfeleistungslöschfahrzeug wurde auch die Gefahrgutkomponente der Löscheinheit Lindenberg, ein Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde und die Polizei, insgesamt rund 20 Einsatzkräfte, mit der Bergung des Traktors und der Eingrenzung des Schadens durch auslaufende Betriebsstoffe eingesetzt. Es wurden Ölsperren am Überlauf des Weihers vom Ufer aus angebracht, aber auch mit einem Schlauchboot eine große, schwimmende Ölsperre aus, mit Druckluft gefüllten, Feuerwehrschläuchen um den im Wasser liegenden Trecker aufgebaut.
Unter den wachsamen Augen einiger Mitglieder des Angelvereins "Büscher Weiher", aber auch zahlreicher Schaulustiger, erfolgte nun die Bergung des verunfallten Traktors über einen Abschleppwagen mit großem Kran, der zwischen den Uferbäumen versuchen musste, das über zwei Tonnen schwere Fahrzeug aus dem Wasser zu heben. Im Anschluss wurde über die Kreisleitstelle ein Saugfahrzeug eines einheimischen Umweltschutzunternehmens zum Weiher entsandt, das die vorsichtige Absaugung des Öl- und Dieselgemischs von der Oberfläche des Sees vornahm.
Erst in den späten Abendstunden konnte Einsatzleiter, Brandoberinspektor Thomas Münker, der Leitstelle in Siegen das Einsatzende melden. In den nächsten Tagen werden die beteiligten Feuerwehreinheiten noch ziemlich viele Ausrüstungsgegenstände sowie Einsatzuniformen zusammentragen und reinigen lassen müssen.
Text und Foto: Dietmar Kalteich / Feuerwehr Freudenberg