Siegen/Freudenberg. Zahlreiche Gläubige folgten jetzt der Einladung von Pater Antony Padamattummal und Pater Ruben Pinheiro zum Karmelitenfest. Die beiden Seelsorger im Pastoralen Raum Siegen-Freudenberg gehören dem Karmelorden an, welcher im 13. Jahrhundert auf dem Berg Karmel in Israel entstand.
In der Festmesse auf dem Kirchplatz vor der St. Marien-Kirche an der Friedenshortsraße, die zweisprachig in indischer und deutscher Sprache gefeiert wurde, sangen sowohl der Kirchenchor der Gemeinde als auch ein indischer Frauenchor.
Die Festpredigt hielt Kurienbischof emeritus Dr. Josef Clemens. Er berichtete von einer Dankwallfahrt ins Heilige Land im Jahr 1992 anlässlich des 65. Geburtstages von Kardinal Joseph Ratzinger, dem späteren Papst Benedikt, dessen Privatsekretär Clemens zu dieser Zeit war: „Es war eine ganz private Pilgerfahrt zu den Heiligen Stätten ohne öffentliche Gottesdienste oder andere Verpflichtungen. Dabei hatten wir auch einen Besuch der Kirche und des Karmeliterkosters „Stella maris“ auf dem Berge Karmel vorgesehen, der am Nachmittag des Osterdienstags (21. April 1992) stattfand“.
Der Karmel gelte seit alters her als ein „heiliger Berg“ und auch als Berg Mariens, der Mutter Jesu. Papst Benedikt zitierend, hob der Prediger Bedeutung des Berges hervor: „Die ersten Karmeliten begaben sich auf den Berg Karmel, weil sie an die Liebe Gottes glaubten, der die Welt so sehr geliebt hat, dass er seinen einzigen Sohn hingab. Indem sie die Herrschaft Christi über ihr Leben annahmen, machten sie sich bereit, von seiner Liebe verwandelt zu werden,“ so damals der deutsche Papst. Damit sei gesagt, fügte Clemens an, dass der Ursprung des Karmeliterordens in der Liebe zu Gott und in der Bereitschaft zu finden ist, sich von ihm verwandeln zu lassen, d.h. ein anderer, ein „neuer“ Mensch zu werden.
An die Festmesse schloss sich ein Essen mit deutschen und indischen Speisen an, vorbereitet von indischen Krankenpflegerinnen aus der Region und zahlreichen Ehrenamtlichen aus der Gemeinde. Der Erlös der Veranstaltung ist für Schulprojekte in der Heimat der beiden Patres bestimmt.
