Freudenberg. Die positive Entwicklung in Freudenberg wird auch im kommenden Jahr fortgesetzt: Große Projekte wie die Planung des Ganzjahresschwimmens oder die Sanierung des Kurparks sind im Haushaltsplanentwurf 2019 ebenso finanziell hinterlegt wie die konsequente Weiterführung der Baumaßnahmen in den Schulen sowie in den Feuerwehrgerätehäusern. Bürgermeisterin Nicole Reschke und der I. Beigeordnete und Stadtkämmerer Julian Lütz stellten das Zahlenwerk vor, das in den politischen Gremien bis Anfang Dezember beraten werden soll.

„Freudenberg profitiert von der allgemein guten wirtschaftlichen Lage, die sich positiv auf die Entwicklung der Steuererträge auswirkt. Nachteilig ist jedoch, dass wir dadurch insbesondere auch in den Folgejahren deutlich höhere Umlagen zu bezahlen haben. Die erfreuliche Entwicklung im laufenden Jahr sorgt bereits im kommenden Jahr für eine Mehrbelastung bei der Kreisumlage von rd. 2,6 Mio. Euro“, sagte der I. Beigeordnete und Stadtkämmerer Julian Lütz. Im Ergebnishaushalt stehen Erträgen in Höhe von 36.959.920 Euro Aufwendungen in Höhe von 38.948.040 Euro entgegen. Der Jahresfehlbetrag von 1.988.520 Euro wird gedeckt aus der mit mehr als 8 Millionen Euro gefüllten Ausgleichsrücklage, so dass der fiktive Haushaltsausgleich dargestellt werden kann. Investiert werden im kommenden Jahr rd. 3,27 Millionen Euro, annähernd vergleichbar dem Vorjahr 2018. Zudem hat der Stadtkämmerer die weitere Haushaltskonsolidierung im Blick: „Die bereits in den vergangenen Jahren gemeinsam ergriffenen Maßnahmen haben bereits Wirkung gezeigt. Beispielsweise kommen wir derzeit ohne Kassenkredite aus. Dennoch werden wir auch weiterhin trotz schwierigen Rahmenbedingungen Haushaltsdisziplin wahren.“ Des Weiteren führt der Stadtkämmerer aus: „Durch die frühzeitige Planaufstellung und die beabsichtigte Verabschiedung im Jahr 2018 werden wir Anfang 2019 handlungsfähig sein und können bereits erste Ausschreibungen auf den Weg bringen.“

„Mit diesem Entwurf verfolgen wir konsequent unsere strategischen Ziele im Leitbild und setzen die Maßnahmen, die die Lebensqualität vor Ort steigern, weiter um. Immer deutlicher wird erkennbar, welche Leistung von Hauptamt und Ehrenamt erbracht worden ist und in welchen Bereichen wir einen großen Schritt nach vorne gehen“, erklärte Bürgermeisterin Nicole Reschke und führte einige Beispiele an: So wurden nicht nur Klassenräume in der Gesamtschule saniert, die Mensa ist in Betrieb, viele Toilettenanlagen in den Grundschulen sind erneuert, die Anbindung ans schnelle Internet wurde vorbereitet und die Stadtverwaltung widmet sich nun den Umkleiden und Nassräumen im Bereich der Dreifachturnhalle (100.000 Euro) sowie der Stärkung des naturwissenschaftlichen Bereichs für die Gesamtschule (rd. 300.000 Euro). Neben der Bildung erfährt zudem die Arbeit der Feuerwehr eine Stärkung. „Wir investieren in 2019 erneut auf hohem Niveau, stellen zusätzlich Geld für die Nachwuchsarbeit sowie die Ausrüstung der Feuerwehrkameradinnen und -kameraden zur Verfügung“, erklärte die Bürgermeisterin. Der Neubau des Gerätehauses Freudenberg wird ebenso vorangetrieben wie die Umbauten an den weiteren Standorten. Außerdem werden noch in 2018 die Fahrzeuge für Freudenberg und Plittershagen ausgeliefert, das Fahrzeug für Büschergrund in Auftrag gegeben und die Ausschreibung für den Rüstwagen Oberholzklau vorbereitet. Über 500.000 Euro stehen für den Feuerschutz zur Verfügung.

Ein wichtiger Beitrag zur Aufwertung des Stadtkerns ist im Haushalt 2019 mit der Umgestaltung des Kurparks verankert. Zudem sind finanzielle Mittel für die Planung und Ausweisung von Wohnbauflächen eingestellt. Des Weiteren stehen die Straßen Nüssebergweg und Schulstraße zum Ausbau bzw. zur Planung an. Für zwei zusätzliche Kindergärten im Stadtgebiet sind Betriebskostenzuschüsse eingeplant (plus 115.000 Euro).

Die höheren Personalaufwendungen resultieren zum einen durch die deutlichen Tarifsteigerungen, zum anderen stärkt die Verwaltungsleitung das Baudezernat mit einer zusätzlichen Stelle u.a. für die Abwicklung der Fördermaßnahmen Dorfentwicklung, Kurpark, Freibad. Darüber hinaus wird weiterhin in die Ausbildung junger Menschen investiert, damit bereits jetzt im Rahmen der Personalentwicklung die Weichen für die kommenden Jahre gestellt werden können.

Kritisch sieht die Verwaltungsleitung nach wie vor die hohen Anforderungen und schleppenden Bewilligungen von Fördermaßnahmen. Beispielsweise liegt immer noch nicht der angekündigte Förderbescheid zur Umrüstung auf barrierefreie Bushaltestellen vor. Ferner muss die Kritik an der unzureichenden finanziellen Grundausstattung der Kommunen durch Bund und Land aufrechterhalten bleiben. Auch die Systematik des Finanzausgleichs ist grundsätzlich zu hinterfragen, da erzielte Mehrerträge durch zu zahlenden Umlagen zeitversetzt fast vollständig abgeschöpft werden.

Foto: Bürgermeisterin Nicole Reschke und Stadtkämmerer Julian Lütz

 


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