Freudenberg. Die Freudenberger Heimatvereine trauern um Dr. Gertrud Riegger-Schrenk Hochbetagt im Alter von 97 Jahren ist in ihrer Wahlheimat Walsrode Dr. Gertrud Riegger-Schrenk verstorben. Sie erblickte am 24. März 1921 im Flecken das Licht der Welt und praktizierte hier später von 1955 an für viele Jahre als Hausärztin in ihrem traditionsreichen Haus in der Burgstraße. Ihre Heimat lag ihr sehr am Herzen und so begleitete sie 1961 engagiert die Gründung der Heimatzeitschrift „Freudenberg im Zeitgeschehen“ (FiZ), an der sie dann bis 1996, also 35 Jahre lang, aktiv mitwirkte.

Sie, oft mit ihrem Fotoapparat unterwegs, beobachtete mit viel Liebe zum Detail ihre Mitmenschen und das, was um sie herum im Ort geschah. Sie sammelte mit Leidenschaft Geschichten und kleine Erzählungen „van fröher“, die dann gut aufbereitet im FiZ eine begeisterte Leserschaft fanden. Gertrud Riegger-Schrenk recherchierte zudem selbst längere Beiträge, zumeist mit geschichtlichem Hintergrund. Beispielgebend war ihr Artikel „Was der Chronist von Flecker Ärzten und ihren treuen Helfern zu berichten weiß“, den sie veröffentlichte. Ihr letzter Beitrag befasste sich mit dem „Schwimmen im Gambachtal“.

Gertrud Riegger-Schrenk fand ebenso an lyrischen Texten ihre Freude. In zahlreichen Ausgaben der Heimatzeitschrift sind ihre kleinen Gedichte zu lesen. Das erste findet sich in der Weihnachtsausgabe 1962, trägt den Titel „Jahreswende“ und beginnt mit den Zeilen: Das Jahr, es legt sich nieder

Und suchet seine Brüder Dort in der Ewigkeit. Das junge will erstehen Lasst uns nun mit ihm gehen Getrost in Freude, Lust und Leid.

Als die Arbeitsgemeinschaft Freudenberger Heimatvereine 2007 begann, Mitbürger, die sich um die Heimatpflege besondere Verdienste erworben haben, mit einer Ehrennadel auszuzeichnen, gehörte Dr. Gertrud Riegger-Schrenk zu den ersten Ausgezeichneten. Die Ehrung nahm damals für sie ihr Sohn entgegen.

In der Laudatio hieß es 2007:

„Dr. Gertrud Riegger-Schrenk ist vielen Freudenbergern noch immer als ehemalige Hausärztin bekannt. Sie wiederum kannte die vielen Häuser im Flecken und die Geschichten, die mit ihnen verbunden waren. Liebevoll und präzise hat sie Begebenheiten, Originale und geschichtliche Hintergründe zu Papier gebracht, ihre Heimat in Gedichten charakterisiert und nicht zuletzt Menschen, Straßen und das sich verändernde Stadtbild fotografisch dokumentiert. Viele Ergebnisse davon konnten in „Freudenberg im Zeitgeschehen“ publiziert werden.

Frau Riegger-Schrenk ist vor vielen Jahren, nunmehr im Ruhestand, nach Walsrode verzogen. Dennoch blieb sie immer in Gedanken, vielen Briefen und Telefongesprächen mit dem Flecken verbunden. Und viele Mitbürgerinnen und Mitbürger denken immer wieder gerne an die Ärztin und Freudenberger Chronistin zurück. Sie hat uns alle durch ihr Wirken in besonderer Weise bereichert. Dafür gilt ihr Dankbarkeit und unsere Anerkennung.“

„Für die Freudenberger Heimatarbeit wird Gertrud Riegger-Schrenk mit ihrem vorbildlichen und einzigartigen Wirken unvergessen bleiben“, so ARGE-Vorsitzender Bernd Brandemann.

Foto: Hoffmann/Walter

 


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