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Freudenberg. Es regnete in Strömen als sich zahlreiche kleine und große Besucher auf den Weg hinauf zum Kurpark machten, um die aufgearbeitete Geschichte mit den Jugendlichen der Gruppe „FRids“ zu erleben. In Zusammenarbeit mit Partnern und Vereinen aus der Region lud FRids zu einer großartigen Sonderveranstaltung mit Aktionsprogramm und einer Erlebnisführung durch den historischen Flecken ein. An verschiedenen Stationen erlebten die Besucher diverse Erinnerungen an längst vergangene Zeiten. Die nachgestellten Geschichten fanden tatsächlich in den Gassen und Straßen von Freudenberg und seiner Umgebung statt.

Die junge Generation besonders für die historischen Schauplätze vor der eigenen Haustür zu begeistern, war das angesagte Ziel, der vielen jungen Akteure. „Besonders toll finde ich, dass sich hier so viele heimische Vereine beteiligen und zusammenarbeiten“, sagte Projektkoordinator Dr. Oliver Karnau in seiner Ansprache im Kurpark-Pavillon zur Eröffnung. Das bereits bestehende Projekt „Erlebnisführungen mit jugendlichen Stadtführern“ war bereits bis zum Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Münster bekannt geworden. „Europa in Westfalen – Spurensuche im Denkmalbestand“ zum Jahr des europäischen Kulturerbes gliederten sich die Beteiligten von FRids sofort ein und schufen heimische Geschichte.

„Ich finde es gut, Geschichte erleben zu dürfen, auch wenn sie manchmal verstaubt scheint“, erklärte am Samstagnachmittag auch Bürgermeisterin Nicole Reschke.

Mit lustigen Siegerländer Begrüßungen beteiligten sich die Darsteller der Freilichtbühne an diesem besonderen Tag. Die Bühnen-Regisseurin Britt Löwenstrom engagiert sich schon seit vielen Jahren in der Jugendarbeit. Ihr gelang es in den vergangenen Jahren den Verein FRids und seine Mitglieder schauspielerisch anzuleiten und den Spaß an der historischen Spielkunst zu fördern.

Im Kurpark hatte der Verein sich geschichtlich eingerichtet, gleich mehrere Stationen lockten die Aufmerksamkeit der Besucher. Seine eigene „historische“ Erinnerung mit nach Hause nehmen, das war möglich schließlich konnte ein Foto anfertigt werden mit dem verkleideten Wilhelm von Oranien, der an der Geheimkonferenz auf Schloss Freudenberg im Jahr 1568 maßgeblich beteiligt war.

Mit der Freudenberger Zeitmaschine ins Jahr 1568, da begann die Geheimkonferenz im heutigen Park hinter der Seniorenresidenz Schlossberg. Denn hier traf sich einst Prinz Wilhelm von Oranien mit dem spanischen König Phillip II zum diplomatischen Beginn des „80-jährigen Krieges“, der erst 1648 und mit dem Westfälischen Frieden besiegelt war.

Ein anderer geschichtlicher Treffer zur Führung durch die historische Altstadt war die Hexenverurteilung im Amtshaus (ehemaliges Haus des Gastes), welches der Sitz des Rathauses an der Krottorfer Straße gewesen war. Dort verurteilte der Hexen-Beauftragte gerade eine angebliche Hexe, die mit einem Kräutertrank ihr Kind geheilt haben sollte. Als klar wurde, dass die Frau sogar lesen konnte, landete sie im Kerker des Freudenberger Kirchturms.

Mitglieder der Verköstigungsabteilung von Freilichtbühne und der Kinderfeuerwehr hatten nahe des Fotoblickes ihre Koch- und Bratstellen eingerichtet.

Foto: Henning Prill

 

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