Siegen/Freudenberg. Wie leben die Menschen in Deutschland? Wie sieht ein „typischer Alltag“ aus? Was wird am liebsten gegessen? Welche Lieder werden gesungen? Für die insgesamt 19 Männer und Frauen aus Gana, die zwei Wochen lang in Siegen-Wittgenstein und in anderen Kreisen zu Besuch waren, gab es viel zu entdecken. Auch in Hilchenbach, Dreis-Tiefenbach und Freudenberg waren acht Ghanaer untergebracht. Dort wird der Austausch jeweils vom ortsansässigen CVJM betreut – in Ghana wird die Organisation durch den YMCA (so wird der CVJM international genannt) übernommen. Landrat Andreas Müller hat die Gruppe und ihre Betreuer jetzt im Kreishaus empfangen und sich über die Hintergründe des Austauschs informiert.

„Seit 1986 gibt es diese Partnerschaft, regelmäßig reisen auch Gruppen aus Deutschland nach Ghana“, berichtete Dr. Bernhard Bertelmann vom CVJM Büschergrund, der bereits seit der ersten Stunde beim Austausch dabei ist. Dr. Bertelmann (alias „Nana Kofi Marfo III“) wurde im April in der Stadt Konongo zum Häuptling für Entwicklung gewählt und vereidigt – ein besonderer Beweis für die lange und gute Partnerschaft. Auch die Vertreter des CVJM Hilchenbach und Dreis-Tiefenbach hatten viel zu berichten; so sei man mittlerweile zwischen Ghana und Deutschland so gut vernetzt, dass teilweise Kinder nach den Austauschpartnern der Elterngeneration benannt würden, erzählte Annette Stähler vom CVJM Hilchenbach. Martin Heilmann vom CVJM Dreis-Tiefenbach berichtete vom Aufbau eines Kindergartens und einem Ausbildungsfonds in Nudu. Für die Gäste aus Afrika stand während der zwei Wochen in Siegen-Wittgenstein einiges auf dem Programm.

Von Ausflügen zur Obernautalsperre, Fahrradtouren und Schulbesuchen über Veranstaltungen in den Partnergemeinden bis zu Geburtstagsfeiern in den Gastfamilien. „Wir wollten die Gäste aus Ghana einfach mit in unseren Alltag und unser tägliches Leben hineinnehmen“, sagte Eva Knie vom CVJM Büschergrund, „der Austausch ist eine super Sache. Wenn wir in Ghana sind, stellen wir aber immer wieder fest, dass dort an vielen Stellen Hilfe und auch Ausrüstung gebraucht werden – besonders bei Schulen, Feuerwehr und Krankenhäusern. Deshalb würden wir uns freuen, wenn viele Menschen das Programm oder auch unsere Projekte finanziell unterstützen“.         

Die Ghanaer brachten auch ein „Stück afrikanischer Kultur“ mit ins Kreishaus: Sie überreichten Landrat Andreas Müller eine bunt verzierte Tasche, einen nationaltypischen handgefertigten Schal und Schokolade aus Afrika.

Weitere Informationen zum Austausch finden Interessierte unter www.cvjm-westbund.de/weltweit

Foto: Kreis  -  Landrat Andreas Müller hat jetzt eine Gruppe aus Ghana im Kreishaus empfangen. Acht Männer und Frauen waren zwei Wochen lang in Hilchenbach, Dreis-Tiefenbach und Freudenberg zu Gast.

 


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