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Büschergrund. (04.08.2022) Wer Lias und Levi in die Augen blickt, ist sofort verliebt. Gerade einmal vier Wochen alt, haben die beiden Kater aber schon so einiges mitgemacht. Dass sie noch leben, ist unter anderem der Büschergrunderin Maria Hof zu verdanken. Sie kümmert sich seit Jahren um ausgesetzte oder wilde Katzen. Die beiden Fellknäuel, die in dem kleinen Laufstall im Haus am Bismarckweg spielen, wurden am vorletzten Wochenende in Drolshagen gefunden – abgemagert und dehydriert, dem Tod näher als dem Leben.

Nach einer ersten tierärztlichen Behandlung und dank eines speziellen Futters entwickeln sich die beiden inzwischen gut. Sie spielen und fressen alleine, lediglich das linke Auge des kleineren Bruders bereitet noch Sorgen. In einigen Wochen sollen die beiden zusammen in gute Hände vermittelt werden.

Ein Fall von vielen: Die 67-Jährige ist ehrenamtliche Mitarbeiterin des „Pfötchenclubs“ des Tierheims Olpe. Hier ist sie seit vielen Jahren aktiv, kümmert sich mehrmals wöchentlich vor allem um Katzen. Der Pfötchenclub ist aber auch eine Kinder- und Jugendgruppe für alle zwischen sechs und 14 Jahren. Wer etwas für den Tierschutz tun möchte, kann hier Spaziergänge mit Hunden machen, den Katzen Streicheleinheiten spendieren, bei Tierheimfesten helfen oder Waffeln sowie selbst hergestellte Bastelartikel kaufen.

Wieviel Arbeit dahinter steckt, hätte Maria Hof selbst nicht gedacht, als sie vor rund 13 Jahren mit dem Tierheim des Kreises Olpe Kontakt aufnahm. Immer wieder werden ausgesetzte oder wild lebende Katzen gemeldet, die dringend behandelt oder vermittelt werden müssen. Erst jüngst habe der Pfötchenclub in Saßmicke 20 Katzen aus einer Großfamilie geholt. Die erwachsenen Tiere wurden kastriert und wieder freigelassen; die vier Katzenbabys in Pflegestellen untergebracht. Sechs Pflegestellen gibt es aktuell in der Region; hier kommen schwer zu vermittelnde Tiere kurzfristig unter. Eine Dauerlösung, also eine Adoptivfamilie für die Katzen, ist aktuell nicht leicht zu finden. „Viele haben finanzielle Probleme oder derzeit einfach andere Probleme“, so Maria Hof. Auch die Sommerferien machen es nicht leichter, für die Katzen ein angemessenes Zuhause zu finden.

Was sie dabei genauso ärgert wie die Menschen, die ihre Tiere einfach am Straßenrand zurücklassen, ist die Sturheit der Politiker: „Offiziell gibt es kein Katzenproblem im Kreis Olpe“, so Maria Hof, „wir wissen aber, dass kreisweit rund 4000 Katzen wild leben.“ Eine Kastrationspflicht, die seit vielen Jahren nicht nur im Kreis Olpe, sondern auch in den Siegerländer Kommunen diskutiert wird, könnte das Problem minimieren. Aber bis dahin werden Marie Hof und ihre Mitstreiterinnen wohl noch häufiger zu Einsätzen gerufen werden – wie bei Lias und Levi.

Wer Kontakt zu Maria Hof oder zum Pfötchenclub aufnehmen möchte, kann sich unter Tel. 02734/20856 melden oder die Facebook-Gruppe „Pfötchenclub des TSV Olpe e.V.“ liken.

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