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Freudenberg. (21.07.2021) Auch der Verein "Augen Auf" meldet sich in der Dikussion um den Regionalplan-Entwurf zu Wort. "Freudenberg kann sicherlich in den letzten Jahrzehnten auf eine Vielzahl von Entscheidungen zurückblicken die, bei mehr Priorität für umweltpolitische Gründe, sicher anders hätten ausfallen müssen", schreibt Vereinsvorsitzende Jennifer Wachsmuth in einer Pressemitteilung. "Umso mehr hat es uns erfreut, dass im aktuellen Regionalplan an einer Vielzahl von Stellen der Umweltschutz endlich die ihm zustehende Aufmerksamkeit erfährt." Trotzdem falle bei genauem Studium auf, dass die Kommunen weiterhin viele Möglichkeiten für die Ansiedlung von GIB-Flächen im Regionalplan erhalten. Die bei etwas genauerem hinschauen sicher nicht als solche verwertet werden sollten und dürfen. Vornehmlich gehe es hier um den Berg Ischeroth.

Auf dem Ischeroth mit seinen Wanderwegen liege einem nicht nur “viel Siegerland“ zu Füßen. Der markante Berg sei auch Teil einer großräumigen Biotopvernetzung. Viele Tier- und Pflanzenarten benötigten die störungsfreie räumliche Zuordnung miteinander verbundener ausreichend großer Lebensräume. Für diese Arten seien diese Areale normales Aufenthalts-, Jagd- und Nahrungsrevier erforderlich. Die bisherige Durchlässigkeit des Ischeroth-Gebietes sichere eine solche offene Wanderung, z.B. von Rotwild, Wildkatzen und Luchsen. Der Ischeroth sei somit ein Teil des europaweit bedeutsamen Wildtierkorridors “Grünes Band der Landhecke“. Es bilde die wichtigste Verbindung zwischen dem Rothaargebirge und dem südlichen Sauerland zum Westerwald. Solche Wildkorridore, die sonst räumlich getrennt Teillebensräume verbinden, gälten als Bereiche für den Schutz der Natur. So zähle der Ischeroth als prägender Naturraum im Kulturlandschaftsbereich Siegen zum exponierten Bestandteil des Biotopenverbundes der Stufe II mit einem hohen hydrologischen Wert für die umliegenden Biotope. Als ein solches Biotop gehöre der Quellbereich des Lederbaches am Fuße des Ischeroth. Geradezu malerisch sei es anzusehen, wie sich aus dem Berg quellende Wasser zunächst in einer Pfütze sammelt, als kleines Rinnsal weiterläuft und sich später kurvenreich durch das
Tal ziehe. Es wachse zum winzigen Bach und fließt als Lederbach am Grund einer sich durch das Gelände ziehender Schlucht Richtung Lindenberg. Auf der anderen Seite des Berges
entspringe die Wending, die ihren Weg durch das direkt unterhalb des Berges liegende Naturschutzgebiet Wending- und Peimbachtal nimmt. Das bei Baumaßnahmen auf dem höchsten Punkt des Berges dort direkt zwei Bächen im wahrsten Sinne des Wortes „das Wasser abgegraben“ wird, scheine auf der Hand zu liegen.

Die Waldflächen des Ischeroth werden laut "Augen Auf e.V." zumeist genossenschaftlich bewirtschaftet. Sie befinden sich im Besitz der beiden Waldgenossenschaften Bühl und Büschergrund. Mit etwas Glück könne man im Juni/Juli die schönen und seltenen Schmetterlinge “Großer Blauschillerfalter“ und “Großer Eisvogel“ beobachten. Das Vorkommen dieser anspruchsvollen Waldschmetterlinge zeige die Hochwertigkeit des Ischerother Waldes mit Schluchtwald. Der Ischeroth habe eine hohe Biodiversität, die zu schützen und zu erhalten sei. Rotmilane und Schwarzmilane ziehen hier regelmäßig ihre Kreise. Die Pläne des Luftkurortes Freudenberg würden den Ischeroth in eine weithin sichtbare Industrieterrasse verwandeln. Die Naturschutzinitiativen NABU/ BUND/ NI verurteilten diese
Industriegebietspläne der Stadt Freudenberg aufs Schärfste.

Bei dem Ziel, auf die Klimawandel-Folgen zu reagieren, komme den Wäldern als Kohlenstoffspeicher ein hohes Gewicht zu. Dem stehe die GIB – Planung Wilhelmshöhe-Nord entgegen, die von einer massiven Waldvernichtung und Landschaftsumformung ausgehe. Zu beachten sei neben dem Waldnaturschutz auch die Erholungsnutzung im Wald, der angesichts der Leitbild-Festlegung für die Stadt Freudenberg eine wesentliche Relevanz zukomme.

"Obwohl wir bereits von Gewerbe, und Industriegebieten umzingelt sind, müssen wir uns, trotz der allgegenwärtigen Debatte zum Klimaschutz, jetzt gegen ein weiteres wehren", heißt es in der Mitteilung weiter. "Die Zerstörung hat verheerende Folgen. Nicht zuletzt für die Menschen, die dort leben. Werden Kultur- und Charakterbild der Region zerstört, wird auch das Leben der Menschen dort zerstört."

Die Stadt Freudenberg habe zwar im Erörterungsverfahren darauf hingewiesen, dass zum Schutz der Bewohner im Ortsteil Büschergrund Lärmschutzmaßnahmen vor unzumutbaren Verkehrsbelastungen erforderlich wären, die tatsächliche Belastung ist jedoch nie überprüft worden. In der Hommeswiese parken in einer Durchgangsstraße in unmittelbarer Nähe der dortigen Anwohner bis zu 10 LKW, die nachts zu unterschiedlichsten Zeiten starten und zu ihren Routen aufbrechen. Statt einer Erweiterung des Gewerbegebietes Hommeswiese II müsse hier unbedingt die Zumutbarkeit der vorhandenen Verkehrsbelastung überprüft werden und der “passive, bauliche Lärmschutz“ auf den Ortsteil “Bockseifen“ erweitert werden. Nach Prüfung aller vorgetragenen Argumenten könne es nur eine Entscheidung geben: “Ja“ zum Naturschutzgebiet Ischeroth,  “Nein“ zum Gewerbegebiet Wilhelmshöhe-Nord und “Nein“ zur Erweiterung Hommeswiese II.


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