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Freudenberg. Umfangreich, detailliert und kritisch ist die geplante Stellungnahme der Stadt Freudenberg zum Entwurf des Regionalplans ausgefallen: Mit zahlreichen Änderungsvorschlägen und Forderungen wendet sich die Stadt Freudenberg auf 43 Seiten an die Bezirksplanungsbe-hörde und den Regionalrat in Arnsberg. In der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Digitalisierung sowie abschließend im Rat am 24. Juni ist die von der Verwaltung ausgearbeitete Vorlage beraten und beschlossen worden. „Uns werden viele Entwicklungs-möglichkeiten genommen, die parteiübergreifenden Ziele aus dem städtischen Leitbild kön-nen so in den nächsten 20 Jahren nicht umgesetzt werden. Viele wichtige Informationen sind uns im Aufstellungsprozess nicht mitgeteilt worden. Einiges ist widersprüchlich, nicht abge-wogen und überreglementiert“, sagt Bürgermeisterin Nicole Reschke und legt Wert darauf, dass die kommunale Planungshoheit erhalten bleiben muss.

Wohnbauflächen
Zum einen kritisiert die Verwaltung die Berechnungsgrundlagen und damit einhergehend die Aussage im Regionalplanentwurf, dass Freudenberg einen Überhang von 35 Hektar an potenziellen Wohnbauflächen habe und diese zurückgeführt werden müssten. „Damit würde uns jegliche Gestaltungsmöglichkeit genommen. Der Bedarf an Grundstücken ist riesig, die Warteliste wird länger und länger und die Preise würden noch weiter in die Höhe steigen“, erklärt Reschke. Hinzu kommt, dass widersprüchliche Aussagen zur Nachverdichtung bzw. Siedlungsgestaltung getroffen werden. „Gemäß dem Regionalplanentwurf sollen Siedlungs-flächen durch innerörtliche Grünflächen gegliedert werden. Zudem sollen siedlungsnahe Grün- und Freiflächen vom festgelegten Freiraum in den Siedlungsraum hineingezogen wer-den. Gleichzeitig soll aber auch eine bauliche Verdichtung im Innenbereich erfolgen, was bedeutet, dass die vorhandenen Gärten und Grünflächen bebaut werden sollen. Dieser Wi-derspruch ist nur durch Aufstockung vorhandener Gebäude oder Abriss und Neubau aufzu-lösen bei gleichzeitiger Berücksichtigung der siedlungstypischen Bauweise. Alles in allem sind die Festlegungen des Regionalplanentwurfs nicht zu befolgen, ohne dass zugleich gegen andere Festlegungen verstoßen wird“, sagt Michael Längler, Abteilungsleiter Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung. Es fehle die Abwägung der unterschiedlichen Fachinformationen. Stattdessen würden die Aussagen der unterschiedlichen Fachbeiträge gleichrangig nebeneinander gestellt.

Gewerbeflächen
Die vom Stadtrat festgelegte Priorisierung von potenziellen zusätzlichen Gewerbeflächen ist in der Form nicht aufgenommen worden. Stattdessen sind ausschließlich weitere Flächen im Bereich der Hommeswiese und der Wilhelmshöhe-West berücksichtigt worden. „Erschwe-rend kommt hinzu, dass diese ausschließlich für emittierendes Gewerbe genutzt werden sol-len. Das wundert uns sehr und ist so an dieser Stelle auch nicht umsetzbar“, betont Baude-zernent Matthias Tanger. Nahe Siedlungsbereiche und Splitterbebauungen, Wasserläufe und eine juristische Entscheidung, welche beispielsweise zusätzlichen Schwerlastverkehr in der Hommeswiese ausschließt, lassen die städtische Verwaltungsleitung stark daran zweifeln, dass an diesen Stellen ausschließlich Platz für emittierendes Gewerbe ausgewiesen werden könnte. „Mit all unseren Rahmenbedingungen vor Ort muss es auch in Zukunft möglich sein, dass der Rat in den Planverfahren festlegt, in welchen Bereichen innerhalb der Gewerbeflächen welche Art von Betrieb eine Erweiterung erfahren darf“, fordert Nicole Reschke.

Natur- und Landschaft
Die Bezirksplanungsbehörde beabsichtigt offenbar, ein Netz von Schutzflächen in der Region aufzubauen. Die vorgesehenen Bereiche für den Schutz der Natur bzw. den Schutz der Landschaft und landschaftsorientierten Erholung ragen sehr nah an die Siedlungsbereiche heran oder überlagern diese sogar, was gravierende Einschränkungen in der Ausweisung von Siedlungsflächen, teilweise auch für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung zur Folge hätte. Die Stadt Freudenberg sieht dies kritisch und fordert den Regionalrat zudem auf, die Möglichkeit zu eröffnen, dass der notwendige Abstand zu den Wohn- und Gewerbegebieten im Freiraum erfolgt.

Wasserwirtschaft
Die Stadt Freudenberg fordert den Regionalrat auf, die im Entwurf ausgewiesenen Über-schwemmungsbereiche nicht als Vorranggebiete festzulegen ohne eine detaillierte Neube-rechnung und Ausarbeitung. Auf dem Gebiet der Stadt Freudenberg sind zwei Bereiche als Überschwemmungsgebiete dargestellt: a) im Stadtteil Freudenberg die „Weibe“ (Asdorfer Bach) von der südlichen Grenze des Siedlungsbereiches in Richtung Süden bis zur Stadt-/Landesgrenze und b) im Stadtteil Niederndorf der „Fischbach“ von der Stadtteilgrenze Ober-fischbach/Niederndorf in Richtung Westen bis zur Stadt-/Landesgrenze. Die Darstellungen beruhen teilweise auf Grundlagen von 1905 bis 1912. „Hier ist eine umfassende Überarbei-tung und Neueinschätzung der Gefahrenlage aufgrund der heutigen Situationen notwendig“, so Bürgermeisterin Reschke. Zudem verfolgen kommunale Gewässerentwicklungskonzepte, die in Freudenberg auch als Grundlage für die Programm-Maßnahmen der EU-Wasser-rahmenrichtlinie dienen, bereits das Ziel, den ökologischen Zustand der Gewässer wieder-herzustellen. Dazu gehören unter anderem auch die Schaffung von Retentionsräumen und die Anlage von Uferstreifen.

Windenergie
Im Regionalplanentwurf werden keine weiteren Vorrangzonen auf Freudenberger Stadtgebiet ausgewiesen. Damit wird der vom Rat der Stadt Freudenberg in 2015 beschlossene rechtskräftige Flächennutzungsplan bekräftigt, der die Bereiche auf dem Knippen (bereits umgesetzt) und am Kuhlenberg für die Windenergie vorsieht.

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Aktuell Infizierte in Freudenberg: 64

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Alle Informationen zum Thema Corona-Schutzimpfung und das Terminbuchungsportal für die Impfstellen finden Interessierte unter www.siegen-wittgenstein.de/impfen. Hilfe gibt es während der Dienstzeiten der Kreisverwaltung auch in der Impfhotline unter 0271 333-2171 und -2172.


 

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